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SWP-Aktuell
Was kommt nach dem Zwei-Grad-Ziel?
Die EU-Klimapolitik sollte für flexible Orientierungsmarken eintreten
SWP-Aktuell 2010/A 55, Juli 2010, 4 Seiten
von Oliver Geden

In der Klimapolitik besteht ein breiter Konsens über das Ziel, das Ausmaß der Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Falls es jedoch nicht bald zu einem Durchbruch bei den VN-Verhandlungen und zu einer Trendumkehr bei den Emissionen kommt, wird sich das Zwei-Grad-Ziel nicht einhalten lassen. Sollte die Vorgabe mittelfristig abgelöst werden, müsste die EU eine strategische Grundsatzentscheidung über Struktur und Anspruchsniveau eines neuen Klimaziels treffen. Die bislang dominierende Herangehensweise, eine globale Temperaturgrenze in exakte nationale Emissionsbudgets zu übersetzen, ist politisch kaum praktikabel. Vorausschauend sollte sich die EU deshalb für dynamische Zielformeln einsetzen, die sich an Orientierungsmarken wie »Klimaneutralität« ausrichten.

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© 2003 Stiftung Wissenschaft und Politik , Letzte Änderung Di 10 Aug 2010 14:02:00 CEST
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